Also ehrlich, was Conny da heute veranstaltet hat, war oberflächlich hoch zehn. In Zukunft werde ich sie nur noch "Frau Oberflächlich" nennen. Und Gudrun sagte noch: "Bleib so, wie du bist!" Nee, bitte nicht!!
Robert hat sich solche Mühe mit dem Gedicht gegeben und alles an seinen Gefühlen da rein gesteckt. Jede normale Frau wäre doch dahingeschmolzen. Aber Frau Oberflächlich springt auf, sobald es an der Tür klingeln, lässt sich von vier Frauen gleichzeitig ins Ohr kreischen, und lässt den armen Robert stehen, scheint ihn sogar zu vergessen. Es ist ihr gerade noch gut genug, den Brunch am nächsten Morgen auszurichten. Robert macht gute Miene zum bösen Spiel, aber in Connys Wohnung war dem Ärmsten deutlich anzusehen, dass er sich am liebsten ganz weit weg gewünscht hätte. Und wie sie Gudrun gegenüber über ihn hergezogen hat, war total daneben. Wie wäre es, wenn sie endlich mal offen zu ihm wäre. So wie Dana zu Jonas. Die macht das echt toll.
Conny sagte heute zu Gudrun: "Seit dem Spiel ist die Leichtigkeit weg." Damit wollte sie wohl eigentlich sagen: Seitdem läuft's nicht mehr, wie ich das will. Das Robert auch Vorstellungen hat, interessiert sie gar nicht. Rücksichtslos trampelt sie auf seinen Gefühlen herum. Und ihre Freundinnen sind da nicht besser. Als er gratulieren will, lässt sie es zu, dass ihre Freundinnen ihn wegschubsen. Vor allem Gudrun hat sich dabei total daneben benommen. Mitten in seinem Satz unterbricht sie ihn und hält Conny das neueste Werk dieses Schnulzen-Autors unter die Nase. Gudrun wird übrigens immer mehr so wie Conny. Sie hat sich bei Frau Oberflächlich schon angesteckt. Vorsicht Gudrun, bei Oberflächlichkeit sind die Heilungschancen nicht garantiert!
Und morgen gibt Frau Oberflächlich dem armen Robert einen Korb, weil er ihr nicht oberflächlich genug ist. Das tut mir so leid für ihn, dass ich fast froh bin, die morgige Folge nicht gucken zu können, weil sie wegen Sport früher kommt als sonst. Nee, Frau Oberflächlich ist bei mir unten durch!
