chresti hat geschrieben:Die gestrige Folge war schön, hat mir gefallen. Einziger Wermutstropfen war für mich die Verabschiedung von Horst. Für mich unter der Gürtellinie.
Was die Autoren aus dieser Rolle gemacht haben ist himmeltraurig. Sein Geheimnis wurde nicht aufgeklärt, und in den letzten Folgen war er praktisch inexistent. Gestern wurde er von Liliana ganz lapidar verabschiedet und tschüss. Fand ich sehr schade.![]()
Auch ich hatte mir von Horst mehr erwartet. Kurz nach Ludwigs Tod wurde mal spekuliert, ob irgendwann zwischen Horst und Liliana was laufen würde. Das hätte ich schön gefunden! Ich musste bei der Verabschiedung gestern wieder daran denken, als sie ihm ein Küsschen auf die Wange gab und er sich danach - halb verlegen, halb andächtig - an die gerade geküsste Stelle fasste. Diese kleine Geste von ihm fand ich sehr schön. So, als ob er sich insgeheim Hoffnungen gemacht hätte. Dass er ging, war seine Entscheidung, die ich aber nicht ganz verstehe: Warum glaubt er, dass es für ihn Zeit ist, zu gehen?
Mir hätte es auch gefallen, wenn Horsts Geheimnis eine größerer Rolle gespielt hätte. Seine Vergangenheit wurde ja fast nur im Rollenprofil erwähnt. Mir fallen nur vier Stellen ein, an denen es mal ganz kurz in der Handlung auftauchte. Das war zum Beispiel nach Ludwigs Tod, als Horst sich mit einem Trompetenstück von Ludwig verabschiedete, wie es (so wurde es damals gesagt) bei der Fremdenlegion üblich war. Ein anderes Mal sagte Horst zu Liliana: "Ich weiß, wie es ist, jemanden zu verlieren." Ich musste dafür erst im Rollenprofil nachlesen - da stand, das er auch mal eine Familie gehabt hatte. Und dann hatte er ja zweimal Kontakt mit ehemaligen Kameraden: Einer entdeckte Oskars Zielfernrohre, der andere sollte Christian Lilianas Akte übergeben und wurde von Oliver getäuscht.
Mehr wäre besser gewesen, aber wahrscheinlich wussten die Autoren nicht mehr, wie sie das auch noch in die Handlung stopfen sollten. Oder es ist einfach vergessen worden. Schade drum, daraus hätte man noch eine ganz spannende Geschichte machen können.
