In den letzten Alisa-Folgen durften wir es ja schon sehen: Hanna und Maximilian fühlen sich zueinander hingezogen, sind immer wieder am gleichen Ort - und verpassen sich ständig. Beim ersten Mal fand ich das ganz witzig, aber mittlerweise nervt es nur noch. Zum Beispiel heute in der Szene an der Ampel. Oder ganz zum Schluss, als sie beide (jeder von einer Seite) an die Türklinke des Fischerkrugs fassten. Hier wird etwas, das wohl ursprünglich mal ein netter Gag sein sollte, deutlich überstrapaziert. Das ist nicht nur billig, sondern eigentlich schon peinlich. Muss das wirklich sein???
Das ständige Verpassen nervt gewaltig, und das nicht erst seit heute. Was dachten sich die Autoren dabei, diesen offensichtlichen "running gag" schon vor dem eigentlichen Beginn von "Hanna" überzustrapazieren? Für meinen Geschmack werden die beiden Hauptfiguren so schon direkt am Anfang kaputtgeschrieben. Und das wäre schade. Denn vor allem in Hanna steckt eigentlich ein gutes Potential. Mir gefiel es heute, wie sie gegenüber ihrem Vater durchgegriffen hat.
Dann noch etwas, was wir schon im Alisa-Forum öfter angesprochen hatten. Ich komme wohl nicht drumherum, es hier noch einmal zu wiederholen. Meiner Meinung nach hätte die Einführung der neuen Figuren wirklich bis heute warten können. Die "alte" Geschichte wurde durch die ständig dazwischen geworfenen Bröckchen Neues immer chaotischer und liebloser erzählt. Es gab doch offensichtlich sowieso einen Zeitsprung von mehreren Wochen. Mit diesem Zeitsprung hätte man den Beginn einer neuen Geschichte verbinden können. Es ist immer besser, erst eine Geschichte zu Ende zu erzählen, bevor die nächste angefangen wird.
