Was meint ihr: Was für ein Verhältnis haben Hanna und ihr Vater Heinrich zueinander?
Mir kommt Heinrich manchmal noch wie ein großes Kind vor, der von seienr Mutter uind nun auch von seiner Tochter versorgt wird. Und er hat nie gelernt, seine Tochter loszulassen, reagierte bisher sogar sauer, wenn sie ihren eigenen Weg gehen wollte. Sicher ist sein Verhalten mit dem frühen Tod seiner Frau zu erklären. Neulich war ja mal der Grabstein eingeblendet: Demnach muss sie erst 27 Jahre alt gewesen sein, als sie starb. Und laut Rollenprofil war Hanna damals erst 4. Dass das ein harter Schlag für einen Vater ist, kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber seine Art, Hanna behüten zu wollen, grenzt schon fast an Gängelung. Hannas Oma lässt ihr wesentlich mehr Freiheiten.
Das ist meiner Meinung nach auch gestern wieder in den Szenen deutlich geworden, als Hanna erst ihrem Vater und dann ihrer Oma von Maximilian erzählte. Während Oma Gitti erst mal ruhig zuhörte und dann sehr verständnisvoll reagierte, warf Heinrich gleich mit vorschnellen Bedenken um sich: "Das ist eine ganz andere Welt", "Der ist nichts für dich" usw. Möglicherweise sagt er ihr das wegen eventueller einschlägiger Erfahrungen mit Edith. Aber er urteilt über Maximilian, ohne ihn jemals kennen gelernt zu haben. Und das ist meiner Ansicht nach keine große Hilfe für Hanna. Schließlich ist Maximilian ganz anders als Edith. Würde Heinrich ihn kennen, wäre ihm das auch klar, und dann wäre er sicher ein viel besserer Ratgeber für seine Tochter.
