Normalerweise bin ich kein so fleißiger Kinogänger, war aber vorgestern zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Wochen dort. Ich habe "Black Swan" angeschaut und kann auch diesen Film nur empfehlen.
Es geht um eine junge Balletttänzerin (gespielt von Natalie Portman), die überraschend ihre Traumrolle als Schwan im Ballett "Schwanensee" bekommt. Sie soll den weißen Schwan und den bösen schwarzen Schwan in einer Doppelrolle spielen. Durch die eifersüchtigen Konkurrentinnen, einen wirklich üblen Trainer, eine sehr talentierte Zweitbesetzung und ihre ehrgeizige Mutter gerät sie unter einen extrem hohen Leistungsdruck, der sich schleißlich durch Selbstverletzungen und Wahnvorstellungen zeigt. Der Film zeigt teilweise sehr harte und schockierende Bilder, doch ich glaube, dass es sich in der Realität so ähnlich in diesem Milieu abspielt.
Was ich besonders interessant fand: Die im Film gezeigte Geschichte weist immer wieder Parallelen zur Schwanensee-Geschichte auf. Der weiße Schwan verliebt sich in einen Prinzen, der wird vom schwarzen Schwan verführt, der weiße Schwan stürzt sich von einer Klippe. Entlang dieser Handlung wird Aufsteig und Fall sowie die Zerrissenheit der Balletttänzerin sehr eindrucksvoll dargestellt. Der Film ist nicht nur etwas für Ballettfans. Ich zähle mich nicht dazu, aber diese Geschichte hat mich trotzdem sehr angesprochen.
Wenn ich den Film bewerten müsste, würde ich ihm vier von fünf Sternen geben.
