Mein Fazit vom gestrigen Krimi-Abend (Staatsanwalt und Soko Leipzig): Beide Filme waren sehr gut gemacht, die Geschichten gut erzählt und die Schauspieler haben sehr gut gespielt. Na gut, nicht alles war wirklich realistisch. Und das beim "Staatsanwalt" einer der Streifenplozisten der Taäter war, war vorherzusehen. Aber es hat sich trotzdem gelohnt. Ich habe mich mit beiden Krimis sehr gut unterhalten gefühlt.
Den "Staatsanwalt" habe ich zum zweiten Mal gesehen, Die erste Folge der aktuellen Staffel fand ich so gut, dass ich die zweite Folge unbedingt auch sehen wollte. Der Staatsanwalt (gespielt von Rainer Hunold) hat so einen herrlich trockenen Humor. Außerdem finde ich es interessant, einen Krimi mal nicht aus der Sicht von Kommissaren zu sehen.
Bei Soko Leipzig finde ich es gut, dass immer wieder auch gesellschaftliche Themen aufgegriffen werden. In der letzten Woche die Vogelgrippe, gestern die Problematik in unterbesetzten Krankenhäusern mit völlig überfordertem Personal. Der Fall, der zuerst nach fast schon klischeehaften Beziehungsproblemen aussah, bekam dadurch eine etwas überraschende Wendung. Allerdings stimmte der letzte Absatz der Vorschau leider nicht ganz.
Gerade habe ich mal wieder "drüben" gestöbert. Schade, dass dort gerade der Umgang mit den aktuellen Themen kritisiert wurde. Ich dagegen finde das super, wohl weil ich's mit Klischees nicht so habe. Gestern habe ich auch mal wieder bei Soko Wien reingeschaut: Ein Afrikaner wurde verdächtigt, seine Verlobte ermordet zu haben, der Täter war dann aber der Wunsch-Schwiegersohn vom Vater des Mordopfers. Klischeehafter ging es nicht mehr!
