Schicksalsjahre

Hier kann man über alles reden was neben Alisa noch so im Leben passiert :)

Re: Schicksalsjahre

Beitragvon ZierFisch am Mi 16. Feb 2011, 13:09

Kann ich gut verstehen...

Ich wollte den 2. Teil gestern nachholen, habe mich aber mehr oder weniger durch die Mediathek gequält. Mein Browser kriegt irgendwie Bild und Ton nicht zusammen. Der Ton war da und die Bilder leifen nur stockend. Das Problem habe ich immer wieder. Deshalb würde es mich auch freuen, wenn der Film irgendwann noch mal gezeigt wird. Das, was ich von dem Film sehen konnte, gefiel mir ganz gut.

Ich habe mal im Internet nach Kritiken gesucht. Es ist schon sehr erstaunlich, wie unterschiedlich der Film bewertet wird. :?
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon Kaktus02 am Mi 16. Feb 2011, 19:08

Ich Bin kein Gegner dieser Filme,dies sei vorausgeschicktJedoch....
Langsam habe ich mit Verlaub die Schnauze voll!!!

1. Ich habe das Alter und damit diesen Mist selbst erlebt und bin dadurch gezeichnet für mein ganzes Leben.

2. Warum gibt das ZDF ständig interessante Filmthemen bestimmten bevorzugten Schauspielern Preisverdächtige Rollen.

3. Es gib noch mehr gute Schauspieler in Deutschland denen man eine Chance geben sollte.Langsam bekommen wir
amerikanische Verhältnisse (Quatsch wir haben sie schon)in denen alle miteinander Verwandt und Verschwägert sind.

4. Euch allen müßte schon lange aufgefallen sein,Themen aus Deutschlands jüngerer Vergangenheit sind
im Ausland, immer preisverdächtig. Leider,ist dieses Klischee "Die Bösen Deutschen" immer noch nicht
ausgestorben. Wir Deutschen werden nur gebraucht wenn wir die USA am Hindukusch verteidigen sollen.
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon chresti am Mi 16. Feb 2011, 20:09

Lieber Kaktus,

Mich hat dieser Film interessiert, wegen der Familiengeschichte Heye. Es hatte für mich nichts damit zu tun, mit den "bösen Deutschen".

Dass leider oft dieselben Schauspieler berücksichtigt werden, das liegt leider auch nicht in meiner Macht.
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon Kaktus02 am Mi 16. Feb 2011, 22:09

Chresti!
Ich wollte Dich um Himmelswillen nicht angreifen.
Gemeint war die Film- und Fernsehindutrie, die nichts anderes wollen als Geld scheffeln, ohne Rücksicht darauf, dass sie mit diesen ewigen Nadelstichen gegen eigenen Landsleute noch zusätzlich Salz in Wunden streuen die sowieso noch in Jahrhunderten offen sind und uns an die Schuld die unbestritten ist erinnern. Es wird die Meinung herrschen die Deutschen wollen es doch so. Sie fühlen sich nicht wohl, wenn sie nicht dauernd darauf nachdrücklichst hingewiesen werden.
Meine eigenen Erfahrungen waren eigentlich nur eine Randbemerkuhg. Es ärgert mich schon, dass ich sie überhaupt angemerkt habe.
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon chresti am Do 17. Feb 2011, 06:22

Kaktus, du kannst dir versichert sein, ich fühlte mich nicht angegriffen. Ich weiss schon, wie du es gemeint hast. Meinerseits wollte ich nur die Beweggründe erklären, warum ich den Film geschaut habe, oder noch schauen wollte. Vieles weiss ich aus den Erzählungen meiner Eltern, die als Kind alles miterlebt haben. Mich interessiert halt seit jeher alles Geschichtliche, nicht gerade die Römer und Griechen, das hat mir in der Schule gereicht, aber alles was später kam, so ab dem 10.Jahrhundert.
Diese Zeit damals hat tiefe Spuren hinterlassen, und es gibt noch viele Zeitzeugen, aber du Kaktus kannst ja nichts dafür. Auch in meiner Heimat hat es noch heute ganz viele bauliche Spuren von damals, Festungen, Bunker etc.
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon ZierFisch am Do 17. Feb 2011, 13:30

Ich finde es gut, dass es solche Filme gibt, gerade wenn es um persönliche Schicksale aus dieser Zeit geht, wie eben bei der Familie Heye. Ich gehöre zur Enklegeneration derer, die damlas geflüchtet sind. Meine Großmutter hat meinen Geschwistern und mir schon Flucht-Geschichten erzählt, als wir noch Kinder waren. Das klingt zunächst vielleicht grausam, aber ich muss zugeben, dass ich viel daraus gelernt habe, unter anderem Toleranz und Respekt gegenüber denen, die in der Nachkriegszeit hier alles wieder aufbauten. Viele von ihnen waren in einer verzweifelten Lage, mussten sich aber durchbeißen und haben enorm viel geleistet, damit wir heute diesen Lebensstandard haben. Wenn ich mir heutzutage anhören muss, wie schnell unsere Gesellschaft das Jammern anfängt, wird es mir jedesmal übel.

Ich habe in meinem letzten Beitrag ja kurz die Kritiken zu dem Film angesprochen. Da gab es zum Beispiel einen, der bemängelte, dass in dem Film "große Gefühle statt große Geschichte" beschrieben würden. Gerade das fand ich eigentlich gut: eine Familiengeschichte mit einer völlig subjektiven Sicht auf die finsterste Zeit unserer Geschichte. Ich glaube, mehr sollte es (aus Sicht der Filmemacher) gar nicht sein.
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon Kaktus02 am Fr 18. Feb 2011, 18:11

Von mir noch ein kurzer Beitrag.
Es ist ein großer Unterschied ob man etwas erzählt bekommt eine Spielfilm sieht, etwas liest und dann mit grauer Theorie mit Abstand darüber parliert oder es am eigenen Leibe erlebt
Warum kommen denn so viele Bundeswehrsoldaten traumatisiert aus Afghanistan zurück?
Bevor sie das da unten erlebten hatten die meisten keine Ahnung was es heißt in einem Krieg zu ziehen.
Es ist ganz Interessant und macht Spaß in Friedenszeiten zu sebst zu schießen, aber wenn zurückgeschossen wird sieht die Sache völlig anders aus.
Nähere Details erspare ich Euch.
Ich bin Euch aber in keinem Fall böse. Ihr habt es ja nicht erlebt und kennt es ja Gott sei Dank nicht anders.
Da wir hier nicht in einer Talkshow oder vergleichbaren Sendung sind, beenden wir in dieser Richtung das Thema.
Übrigens in Afghanistan sind heute wieder 2 junge Soldaten gestorben.
Zuletzt geändert von Kaktus02 am Fr 18. Feb 2011, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon chresti am Fr 18. Feb 2011, 18:13

Kaktus, ich habs mitbekommen heute, wegen den Soldaten in Afghanistan. Ich verstehs auch nicht, warum und wieso. :(
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Re: Schicksalsjahre

Beitragvon ZierFisch am Fr 18. Feb 2011, 19:28

Das mit dem Anschlag in Afganistan finde ich auch ganz schrecklich. Und immer noch spricht keiner der Politiker hier davon, dass das Krieg ist. Das Wort wagen die nicht in den Mund zu nehmen.

Kaktus, ich glaube, du hast in den Beiträgen vorher etwas missverstanden. Keiner von uns findet das gut, was damals passiert ist. Aus den Berichten meiner Großeltern weiß ich, was damals passiert ist, dadurch kann ich mich da vielleicht besser hineinversetzen als jemand, dem das nie erzählt wurde oder der das nur im Geschichtsunterricht lernte. Im Geschichtsunterricht damals haben wir nur sehr wenig über die Zeit gehört. IIch finde es sehr wichitg, dass über solche Themen geredet wird. Denn wenn man es totschweigt, lernt auch niemand daraus, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Dazu kommt noch ein anderer Aspekt. Ich habe schon von vielen gehört, die vertrieben wurden und die auf Länder wie Polen oder Russland deshalb einen totalen Hass haben. Das bringt aber niemandem etwas. Gerade wir in der zweiten oder dritten Generation danach sollten wieder für mehr Verständigung zwischen den Völkern sorgen. Das hat mir schon mein Vater vorgelebt, der - wie schon erwähnt - als Kind selbst vertrieben worden war.
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